Was kann die Arbeiterklasse von den Bundestagswahlen erwarten?

Voraussichtlich Mitte September wird es zu einer
vorgezogenen Bundestagswahl kommen. Nachdem sie sämtliche Landtagswahlen der
letzten Zeit verloren hat, ist die SPD-Grünen-Regierung am Ende. Aber egal wer
gewinnt, das Kapital hat die Zügel in der Hand. Laut Meinungsumfragen erwarten
fast 70% der Bevölkerung von einem Regierungswechsel keine wirklichen
Veränderungen. Sie haben Recht.

mit Leserbrief und Antwort der Redaktion

Ein Gespenst geht um in Europa…

so heißt es im Kommunistischen Manifest. Auf die heutige
Zeit aktualisiert, ist dies das Gespenst der Volksabstimmungen gegen die
EU-Verfassung, die den „freien Markt“ und „freien Wettbewerb“ des Kapitals
heilig spricht, die permanente Aufrüstung zum Verfassungsgrundsatz macht, die
das Volk zum bloßen Zuschauer der Akteure in Brüssel degradiert. Das Gespenst
des NEIN zu dieser Verfassung plagt die Regierungen.

Neuwahlen und die Karten des Kapitals

Karte des KapitalsSchröders letzter großer Gag, Neuwahlen im Herbst, liegt
ganz im Sinne des Kapitals. Denn egal wer gewinnt, das Kapital regiert immer
mit. Laut Meinungsumfragen erwarten fast 70% der Bevölkerung von einem
Regierungswechsel keine wirklichen Veränderungen. Sie haben Recht.

Über 5 Millionen Arbeitslose – keine Perspektive für die Arbeiterklasse in diesem System

Die
aktuelle Arbeitslosenzahl von über 5 Millionen war ein Schock! Dabei ist es
egal, ob es nach den alten statistischen Regeln ca. 200.000 weniger gewesen
wären. Denn tatsächlich ist dies ja nur ein Eingeständnis, dass bisher die
Arbeitslosenstatistik nach unten frisiert war. Und das ist sie auch weiterhin.
Denn allein rund 1,5 Millionen, die in Umschulungen, ABM-Maßnahmen usw.
stecken, werden in der offiziellen Arbeitslosenstatistik nicht mitgezählt. Es
gibt zahllose kleine und große Tricks mit denen das wahre Ausmaß der
Arbeitslosigkeit verschleiert wird. Sonst müssten ungefähr 8 Millionen gezählt
werden!

Diese
Zahlen, selbst wenn man von den „niedrigen“ 5 Millionen Arbeitslosen
ausgeht, machen deutlich, dass es in diesem kapitalistischen System für das
Problem Arbeitslosigkeit keine Lösung mehr gibt.

Schröder fordert „gleichberechtigte Partnerschaft“

In der so genannten „NATO-Rede“ Schröders, vorgelesen von
„Verteidigungs“-minister Struck auf der „Münchner Sicherheitskonferenz“
forderte der wegen Erkrankung Abwesende eine neue Form der Kooperation Europas
mit Nordamerika, vor allem natürlich den USA.